ISEAL hat eine neue Fallstudie veröffentlicht, die untersucht, wie glaubwürdige freiwillige Nachhaltigkeitsstandards (VSS) Unternehmen in der Palmöl-Lieferkette dabei helfen können, die Anforderungen der EU-Entwaldungsverordnung (EUDR) zu erfüllen und gleichzeitig umfassendere Nachhaltigkeitsziele zu fördern.
Die Fallstudie, Teil einer umfassenderen Serie mit dem Titel „Navigating EUDR: Compliance and Beyond“, untersucht, wie Systeme wie die Runder Tisch zu nachhaltigem Palmöl (RSPO) kann die Einhaltung von Vorschriften unterstützen und gleichzeitig die langfristige Nachhaltigkeit fördern.
Nachhaltigkeitsgesetzgebung
Die Nachhaltigkeitsgesetzgebung hat in den letzten Jahren rasant zugenommen. Die Berücksichtigung kritischer Lieferkettenprobleme wie Abholzung und Menschenrechtsrisiken ist nicht mehr nur freiwilliges Handeln verantwortungsbewusster Unternehmen, sondern gesetzliche Verpflichtung geworden. Diese neuen Vorschriften unterstützen zwar den Wandel hin zu nachhaltigem Wirtschaften, bringen aber auch viele Herausforderungen mit sich. Ein Risiko für Unternehmen besteht darin, dass die Konzentration auf Compliance dazu führen kann, dass sie sich ausschließlich auf ihren eigenen Beschaffungs-Fußabdruck konzentrieren, anstatt branchenweite Fortschritte zu berücksichtigen.

Die EUDR, das in Kraft trat, um die Abholzung von Wäldern im Zusammenhang mit Rohstoffen wie Palmöl zu bekämpfen, verpflichtet Unternehmen zum Nachweis der Rückverfolgbarkeit, Legalität und entwaldungsfreien Beschaffung entlang komplexer globaler Lieferketten. Für den Palmölsektor – insbesondere in Indonesien und Malaysia, die den Großteil der weltweiten Palmölproduktion ausmachen – stellt dies gewisse logistische und strukturelle Herausforderungen dar.
Systeme zur Unterstützung der Einbeziehung von Kleinbauern
Die ISEAL-Fallstudie unterstreicht, dass glaubwürdige VSS Unternehmen einen robusten Rahmen für die Sorgfaltspflicht bieten. Insbesondere wird hervorgehoben, dass RSPO-zertifizierte Produzenten bereits die RSPO-Standards einhalten, einschließlich der Prinzipien und Kriterien (P&C), die häufig über die Anforderungen der EUDR hinausgehen.
Die FALLSTUDIE hebt hervor, dass RSPO-zertifizierte Hersteller bereits die RSPO-Standards einschließlich der Grundsätze und Kriterien (P&C) einhalten, die häufig über die Anforderungen der EUDR hinausgehen.
Diese Systeme unterstützen außerdem die Entwicklung einer inklusiven Lieferkette, indem sie sicherstellen, dass Kleinbauern, die fast 40 % zur Palmölproduktion beitragen, an nachhaltigen Märkten teilnehmen können.
Die Rückverfolgbarkeit bleibt eine große Herausforderung. Da viele Kleinbauern ihre Produkte häufig über Zwischenhändler verkaufen, kann die Überprüfung der Herkunft ihrer Produkte ein komplexes Unterfangen sein. Um dieses Problem zu lösen, erprobt RSPO innovative digitale Lösungen wie Prisma, eine neue Handels- und Rückverfolgbarkeitsplattform und die Umsetzung von Leitlinien über ein vom ISEAL Innovations Fund unterstütztes Projekt.
Die Fallstudie von ISEAL veranschaulicht, wie glaubwürdige VSS über die Einhaltung von Vorschriften hinausgehen können, indem sie eine ganzheitliche, branchenweite Transformation fördern, die Transparenz erhöhen und Kleinbauern den Zugang zu globalen Märkten erleichtern. Angesichts der sich rasch weiterentwickelnden Regulierungslandschaft sind solche Systeme für den Aufbau robuster und nachhaltiger Palmöl-Lieferketten unerlässlich.
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