Von Juan Camilo Plazas Ovalle
Ein Jahr nach dem Unterzeichnung der wegweisenden Absichtserklärung (Memorandum of Understanding, MoU) Vertreter des Runden Tisches für Nachhaltiges Palmöl (RSPO), AAK Mexiko, Solidaridad und der Nationalen Vereinigung der Speiseöl- und Backfettproduzenten (ANIAME) trafen sich im vergangenen April in Veracruz, Mexiko, um die Fortschritte der Initiative zu würdigen und die nächsten Schritte hin zu einem widerstandsfähigeren, inklusiveren und entwaldungsfreien Palmölsektor im Land festzulegen.
Die Veranstaltung mit dem Titel „Ergebnisse verknüpfen: Fortschritte und nächste Schritte ein Jahr nach der Unterzeichnung des Abkommens für Null-Entwaldung und nachhaltige Palmölproduktion“ brachte Vertreter von RSPO zusammen. AAK, Solidarität, Aceites de Palmaund der Kleinbauernorganisation Palmicultores de la Rivera. Der Workshop, der im Bundesstaat Veracruz stattfand, markierte den offiziellen Startschuss für praktische Aktivitäten, die Kleinbauern entlang der Lieferkette von Aceites de Palma auf dem Weg zur RSPO-Zertifizierung unterstützen sollen. Gleichzeitig spiegelte er die laufenden Bemühungen der RSPO-Kleinbauerneinheit wider, die Einbeziehung unabhängiger Kleinbauern weltweit durch partnerschaftliche Zusammenarbeit zu stärken und zu fördern.

Die ursprüngliche Absichtserklärung, die 2024 initiiert und 2025 verlängert wurde, hatte zum Ziel, eine nachhaltige und zertifizierte Palmölproduktion in Mexiko zu fördern, insbesondere durch die Vermeidung von Entwaldung und die Einbeziehung unabhängiger Kleinbauern. Im Rahmen des Pilotprojekts „Kleinbauern kennenlernen“ untersuchte die Initiative die landwirtschaftlichen, sozialen und ökologischen Praktiken von 260 Kleinbauern aus vier Palmölmühlen in Veracruz und Chiapas. Die Ergebnisse halfen, Verbesserungspotenziale und Lücken aufzuzeigen und legten den Grundstein für zukünftige Zertifizierungsbemühungen.
Rückgrat der mexikanischen Landwirtschaft
Im vergangenen Jahr hat sich die Zusammenarbeit von der Bedarfsanalyse und Planung hin zur konkreten Umsetzung vor Ort entwickelt. Während der Veranstaltung in Veracruz besuchten die Teilnehmenden ein Demonstrationsfeld, werteten Bodenanalysen aus, erörterten Ernährungspläne für die Erzeuger und setzten symbolisch den Grundstein für die Escuela de Campo para Agricultores ECA (Landwirtschaftliche Feldschule). Damit bekräftigten sie ihr langfristiges Engagement für die Ausbildung von Landwirten und nachhaltige landwirtschaftliche Praktiken.
Yasmina Neustadtl, Senior Managerin für Markttransformation in Amerika bei RSPO, wandte sich während des Workshops an die Produzenten und hob die zentrale Rolle der Kleinbauern für die Zukunft einer nachhaltigen Palmölproduktion hervor. „Sie sind das Rückgrat der mexikanischen Landwirtschaft, die Hüter dieses Landes und die lebenswichtige Quelle unserer Palmölproduktion“, sagte sie. „Ohne Kleinbauern gibt es keine Nachhaltigkeit in der Palmölproduktion.“

In ihrem Vortrag hob sie hervor, wie die RSPO-Zertifizierung Kleinbauern über die reine Einhaltung der Vorschriften hinaus konkrete Vorteile bietet, darunter den Zugang zu Premiummärkten, eine höhere Produktivität durch bessere Anbaumethoden und eine stärkere Organisation der Erzeuger. Yasmina betonte außerdem, dass Kleinbauern rund 40 % der weltweiten Palmölproduktion ausmachen, weshalb ihre Einbeziehung für das Erreichen nachhaltiger Ziele unerlässlich ist.
Der Workshop verdeutlichte auch, wie die Initiative mit den umfassenderen Nachhaltigkeitsverpflichtungen der teilnehmenden Organisationen übereinstimmt. AAK treibt seine Arbeit weiter voran. Terranova: Für ein besseres ErdprogrammDazu gehört auch eine eigene Säule, die sich auf die Stärkung von Kleinbauern und die Förderung nachhaltiger Beschaffungspraktiken entlang der gesamten Lieferkette konzentriert.
Durch technische Hilfe, Schulungsprogramme und die Zusammenarbeit von RSPO, Solidaridad und Aceites de Palma erhalten die Erzeuger Zugang zu Werkzeugen und Wissen, die dazu beitragen können, die Erträge zu steigern, den Düngemitteleinsatz zu optimieren, das Bodenmanagement zu stärken und die langfristige Widerstandsfähigkeit gegenüber ökologischen und wirtschaftlichen Herausforderungen zu verbessern.
Förderung der Einbeziehung von Kleinbauern in Lateinamerika
Die Initiative spiegelt auch die zunehmende Dynamik für die Einbeziehung von Kleinbauern in ganz Lateinamerika wider. Laut RSPO umfasst die Region derzeit 17 Kleinbauerngruppen mit mehr als 1,190 Erzeugern und über 16,000 Hektar Anbaufläche in Mexiko, Kolumbien, Ecuador, Honduras und Peru. Dabei wächst sowohl die Mitgliederzahl innerhalb der einzelnen Gruppen als auch die Zahl der RSPO-Mitgliedsgruppen in der Region stetig. Zehn dieser Gruppen sind bereits RSPO-zertifiziert. Allein in Mexiko vertreten vier Erzeugergruppen mehr als 100 Erzeuger auf über 2,350 Hektar.
Zum Abschluss des Workshops diskutierten die Teilnehmer die im ersten Jahr des Abkommens erzielten Erfolge und überprüften die Prioritäten für 2026, einschließlich Mechanismen zur Überwachung der Fortschritte und zur Stärkung der Zusammenarbeit zwischen allen Partnern.
Die Veranstaltung zeigte, dass die Partnerschaft ein Jahr nach Unterzeichnung der Absichtserklärung bereits von der Verpflichtung zur Umsetzung übergeht. Durch die Kombination von technischer Expertise, Markterschließung und direkter Unterstützung für Produzenten ebnet die Initiative weiterhin den Weg zu einem widerstandsfähigeren, inklusiveren und entwaldungsfreien Palmölsektor in Mexiko.
Über den Autor: Juan Camilo Plazas Ovalle ist Kommunikationsmanager der RSPO für Amerika. Kontakt: E-Mail [E-Mail geschützt] .
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