Eine kürzlich von der IUCN durchgeführte Bewertung von 11 freiwilligen Agrarstandards ergab, dass RSPO zu den leistungsstärksten in Bezug auf Biodiversität, Klima und Artenschutz gehört.

Die Landwirtschaft ist sowohl ein Hauptgrund für den Verlust der biologischen Vielfalt als auch ein entscheidender Hebel für deren Wiederherstellung. Nachhaltigkeitsstandards in der Landwirtschaft und die dazugehörigen Zertifizierungssysteme spielen eine wichtige Rolle bei der Integration des Biodiversitätsschutzes in landwirtschaftliche Praktiken. Die Vielzahl an Standards und Kriterien erschwert jedoch die Bewertung ihrer Wirksamkeit hinsichtlich der Erzielung sinnvoller Auswirkungen auf den Biodiversitätsschutz.
Angesichts dieser Herausforderungen hat die Internationale Union für Naturschutz (IUCNDie Studie untersuchte elf weit verbreitete Standards, die für Käufer natürlicher Inhaltsstoffe aus verschiedenen Branchen relevant sind. Sie bietet einen strukturierten Überblick darüber, wie bestehende Ansätze Aspekte der Biodiversität berücksichtigen. Die Bewertung betrachtet Schlüsselthemen wie Lebensraumschutz, Renaturierung, Klimawandel, Rechtmäßigkeit und Einbindung der lokalen Bevölkerung und gibt Aufschluss darüber, wie Standards verschiedene Aspekte des Biodiversitätsschutzes unterstützen können.
Der Bericht der globalen Naturschutzbehörde unterstreicht die Bedeutung der Kombination verschiedener Ansätze – darunter freiwillige Standards, politische Rahmenbedingungen und praktische Maßnahmen – zur Förderung nachhaltiger Agrarsysteme. Er hebt Möglichkeiten hervor, wie Standards den Erhalt der Biodiversität unterstützen können, beispielsweise durch eine stärkere Integration von Biodiversitäts- und Klimaaspekten, die Förderung landschaftsweiter Ansätze sowie die Verbesserung von Überwachungs- und Steuerungsmechanismen.
Der Bericht kommt zu dem Schluss, dass RSPO (zusammen mit Rainforest AllianceUnion für ethischen Biohandel (UEBT) und Fair fürs Leben) entspricht am besten den Kriterien der Biodiversität und sollte daher als „Prioritätsstandard“ betrachtet werden. Laut Bericht weisen diese Standards „eine umfassende Abdeckung aller Biodiversitätsthemen innerhalb landwirtschaftlicher Produktionssysteme auf, insbesondere im Hinblick auf Maßnahmen und Prozesse zur Erhaltung der Biodiversität, den Erhalt und die Verbesserung von Lebensräumen sowie die Bekämpfung von Bedrohungen der Biodiversität“.
Weitere hervorgehobene Elemente waren der Ansatz des RSPO zur Berücksichtigung hoher Erhaltungswerte und die Art und Weise, wie der Standard den Klimawandel behandelt, mit Schutzmaßnahmen für Wälder mit hohem Kohlenstoffbestand (HCS) und klaren Kontrollanforderungen für Treibhausgasemissionen aus Landnutzungsänderungen und Produktionsvorgängen.
Die RSPO zeichnet sich durch ihren Ansatz zum Schutz seltener, bedrohter oder gefährdeter (RTE) Arten aus. RSPO-Standards Die RSPO schreibt nicht nur deren Schutz vor, sondern auch die Einrichtung von Schulungsprogrammen, um die Beschäftigten regelmäßig über den Status gefährdeter Arten zu informieren. Darüber hinaus schlägt die RSPO strenge Disziplinarmaßnahmen für alle Personen vor, die an der Jagd, Schädigung, Sammlung, dem Handel, dem Besitz oder der Tötung dieser Arten beteiligt sind.
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